Noch ein Gedicht

Der Weg des Glücks (Die Mutter)

 

Glück ist die Fülle und Fülle ist Leben.

Leben ist Liebe und Liebe ist geben und nehmen.

Wie Wasser will die Liebe fließen.

Wie kommt sie zu mir, wie kann ich sie genießen?

Von Mutter und Vater, besonders von ihr,

fließt das Wasser des Lebens, die Liebe zu mir.

Mutter ist ein Gefäß, das überquillt

vor Leben und Liebe, die Sehnsüchte stillt.

Genau wie sie ist, so ergießt, gibt sie sich.

So ein liebend und lebend Gefäß bin auch ich.

Verneig ich mich vor ihr, fließt sie über in mich.

Leer bleib ich, erhöh` ich mich überheblich.

Genau wie sie ist, ist sie für mich richtig.

Meine Bilder und Vorwürfe sind null und nichtig.

Ich nehm von ihr Alles. Vor ihr bin ich klein.

Ich nehme von ihr an mein Leben, mein Sein.

Das Leben, die Liebe, ist allen bestimmt.

Mir geben die Großen. Wer nach mir kommt, nimmt.

Meine Frau ist mir Aug´ in Aug` auf gleicher Höhe

damit ich sie mit Augen und Herzen sehe.

Mal bin ich wenig größer, dann nimmt sie von mir.

Dann bin ich etwas kleiner, dann nehme ich von ihr.

In dieser Bewegung, wie Beine beim gehen,

entwickeln wir uns und lernen klar sehen.

Wir geben das Wasser hin und her,

quellen über vor Liebe für einander.

Und wie ich so quelle vor Liebe und Leben,

kann ich von allen nehmen und auch Alles geben.

Diese Bewegung geht vor, nie zurück.

Die Mutter zu nehmen

ist der Anfang vom Glück.

von Holger Eybe